Mittelalterfest Büdingen 2019

Büdingen liegt am Rande der Wetterau in Mittelhessen. Die Stadt hat etwa 8.000 Einwohner. Das historische Stadtbild prägen aus Buntsandstein gefertigte oder in Fachwerkbauweise errichtete Häuser, die überwiegend in den letzten drei bis 4 Jahrhunderten, im Umfeld des Schlosses errichtet entstanden sind. Auch die Stadtmauer und eine Vielzahl von Wehrtürmen spiegeln das geologische Umfeld der Stadt.

   

Ein solches Stadtbild ist geradezu prädestiniert Kulisse eines mittelalterlichen Marktes zu sein, denn so braucht man nur wenig Fantasie um sich zumindest ein wenig in die Welt unserer Vorfahren eindenken zu können.

Auf dem Weg zur Altstadt kamen wir an diesem schönen Wirtshaus vorbei. Hier sitzt man an hochsommerlichen Tagen gut beschattet und kann das vorbeiflanierende Publikum beobachten. 

Im Stadtgraben vor der Befestigungsanlage haben die Schausteller, Feuerschlucker, Freizeitritter, Gaukler und alles was zu einem mittelalterlichen Ambiente beiträgt, Quartier bezogen.

Angelika im Blütenrausch.

Kurze Rast vor den nächsten Schaukämpfen, die bei sommerlichen Temperaturen recht schweißtreibend sein können.

Veranstaltungshinweise waren auch im Mittelalter wichtig.

Bogenschützen im Wettstreit.

Eine Ziegenkarawane rastet nach getaner Arbeit.

Ein Töpfermeister bei der Arbeit meint: Wenn man den Krug nicht vorher fallen ließe, könnte der noch in 1.000 Jahren gute Dienste leisten. Das nenne ich mal ein gesundes Selbstbewusstsein. Na, da hoffen wir mal das beste.

Auch die Gastwirte wissen auf sich aufmerksam zu machen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Der hier hat sich bereits für einen Bogen entschieden. Indem sich der moderne Mensch die Kluft eines Altvorderen überstreift, fühlt er sich diesem verbunden. 


Und hier nun einige Kostproben hessischer Fachwerksbaukunst.


Diese Baustoffe stellte die Natur bereits vor mehr als 220 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Buntsandsteins, bzw. der unteren Trias zur Verfügung. Schon der mittelalterliche Mensch wusste damit formschöne und farbenfrohe Gebäude zu errichten.

Schön auch, dass nicht die ganze Stadt ein einziger Rummelplatz ist. Wem der Trubel zu heftig wird, der kann sich in stille Ecken zurückziehen und die architektonischen Highlights in Ruhe genießen. Und das geht während des Festes vielleicht sogar noch besser als an sonstigen Tagen, denn dann ist die Altstadt für Fahrzeuge gesperrt.

Die historische Wurstküche von außen.

Die historische Wurstküche von innen und noch im Aufbau. Demnächst soll eine einzigartige Verkaufstheke von Villeroy & Boch aufgestellt werden.


Historischer Umzug durch die Stadt mit zeitgemäß bekleidetem Publikum. Da müssen Angelika und Michael noch nachrüsten.

Ein mit Lebensweisheit gesegneter Ritter durchschreitet die historische Altstadt.  


In edles Tuch gehüllte Besucher könnten bei Temperaturen jenseits 30 Grad ganz schön ins Schwitzen kommen.

Ach ja, verhungern muss auch niemand. Auch unsere Altvorderen wussten zu leben. Und da sie nicht so reichlich mit Köstlichkeiten gesegnet waren, war ein solches Fest sicherlich ein Hochgenuss, während wir das ja in den Sommermonaten alle 2 Wochen haben können.

Thüringer Mutzbraten, ein einzigartiges Grillprodukt, welches seinen herzhaften Geschmack durch die Art des Würzens bekommt.

Bärlauch geschwängertes Brot mit allerley würzigem Belag.

Von Michael nicht gerade verschmähtes Lebensmittel, leider immer weniger gut verdaulich. Vom Cholesterinspiegel ganz zu schweigen.

Getier, das in mittelalterlichen Gassen sicher reichlich Anlass zur Spekulation bot. Lastete ein Fluch über diesen Kreaturen, der sie mit Höckern bestrafte? Man wusste es nicht so recht und so mancher Zeitgenosse hielt vorsorglich Abstand.

Neben den eigens für das Fest aufgeschlagenen Verkaufsständen gibt es in der Büdinger Altstadt eine ganze Reihe von urigen Kneipen, Speiselokalen, Cafés, kleinen Lädchen und Minimuseen, die einen Besuch ohne besonderen Anlass jederzeit attraktiv erscheinen lassen. Also wir waren dort nicht zum letzten Mal. Und beim nächsten Besuch konzentrieren wir uns auf all das, was wir diesmal nicht ausreichend würdigen konnten.