Sedimentgesteine

Sedimentgesteine werden auch Ablagerungsgesteine genannt, weil sie  überwiegend dadurch entstehen, dass sich entweder Feststoffpartikel (z. B. Ton, Sand, Kies) oder im Wasser gelöste Stoffe auf dem Grund von Meeres- oder Festlandssenken absetzen. Schreitet dies über lange Zeiträume fort, so können sich mehrere hundert Meter hohe Gesteinspakete ausbilden. Mit der fortschreitenden Überlagerung durch andauernden Sedimentnachschub aus den Flüssen wirken auf die zuerst abgelagerten Sedimente immer höhere Drucke, außerdem steigt die Temperatur an, so dass diese nun tiefliegenden Lockersedimente entwässert und durch die dabei ausgefällten Inhaltsstoffe verfestigt bzw. zementiert werden, so dass schließlich ein Festgestein entsteht.  Als wichtigste Sedimentgesteinsgruppen unterscheiden wir:

 

Psammitische Sedimentgesteine    (aus Gesteinsfragmenten bestehend)

z. B. Sandstein, Tonstein

Chemische Sedimentgesteine         (Ausfällung von Kalken und Salzen)

z. B. Kalkstein

Biogene Sedimentgesteine              (z. B. Riffbauten von Korallen) 

z. B. Riffkalke

 

Ein wesentliches Merkmal der Sedimentgesteine ist die in der nachfolgenden Fotoaufnahme gut zu erkennende Schichtung, die durch unterschiedliche Korngrößen, Gesteine und Ablagerungsbedingungen entsteht. Sedimentgesteine können allerdings auch massig erscheinen, wenn sehr mächtige (dicke) Schichtenpakete gleicher Korngröße abgelagert worden sind. 

Unschwer erkennbar, lagern die Schichten hinter dem Fluss nicht mehr horizontal obwohl sie, dem Stratigraphischen Prinzip entsprechend einmal horizontal abgelagert worden sein müssen. Wie das in etwa ausgesehen haben muss, zeigt das nachfolgende Bild. 

Fototechnisch in die Ablagerungsposition zurückrotierte Sedimentpakete.
Fototechnisch in die Ablagerungsposition zurückrotierte Sedimentpakete.

Die Psammite entstehen dadurch, dass beliebige Ausgangsgesteine in höher gelegenen Regionen (Gebirge) durch die Verwitterungskräfte in unterschiedlichsten Korngrößen vom anstehenden Fels abgetrennt und überwiegend durch Wasser umgelagert werden. Bei der Umlagerung wird das zunächst noch grobe Ausgangsgestein immer weiter zerkleinert und die Gesteinskomponenten zunehmend gerundet bis schließlich nur noch Kiese, Sande oder noch feineres Material im Ablagerungsbereich ankommen. Vorkommen von Fossilien sind fast ausschließlich an Sedimentgesteine gebunden.