Unterkünfte

Ouzoud, Khenifra, Azrou, Fes

 

Camping Zebra, Ouzoud

 

Die Einfahrt ist deutlich gekennzeichnet. Der Platz liegt ca. 1,5 km oberhalb Ouzoud bzw. der Wasserfälle. Wenn man von der Straße aus auf den Platz einbiegt, steigt das Gelände zunächst bis zu einer etwa 70 m weiter gelegenen Kuppe moderat an. Oben auf der Kuppe befindet sich die Rezeption mit einem Restaurant. Hinter der Kuppe fällt das Gelände dann in Richtung eines Tälchens wieder leicht ab.

Zwischen Straße und Kuppe sind die etwas einfacheren, aber durchaus akzeptablen, festen Unterkünfte für 200 MDH/Nacht (ohne Frühstück) und die sanitären Anlagen (tipptopp sauber) untergebracht. Diese Unterkünfte sind der marokkanischen Bautradition nachempfunden und mit Stampflehm erstellt worden. Der Angestellte meinte, die müssten etwa alle 8 Jahre komplett neu errichtet werden. Wir überlegten zunächst hier zu nächtigen, entschieden uns dann aber, nach den beiden durchwachsenen Nächten im All Green House, für die "Luxusunterkünfte" gegenüber der Rezeption (400 MDH/Nacht ohne Frühstück). Letztere nehmen es mit den allermeisten marokkanischen Mittelklassehotels auf.

Freiluftabwasch hinter den sanitären Anlagen für WOMO- und Campingurlauber.

Eingang zu unserer Unterkunft gegenüber Restaurant und Rezeption.

Zum Restaurant gehörender Freisitz, auf dem es selbst im Winter meist nicht zu kalt ist.

Ebenfalls zum Restaurant gehörende Außenanlage.

Im hinteren Teil des Platzes fällt der Blick auf ein weites Tal. Neben der Zuwegung hat man zahlreiche Terrassen angelegt, auf denen selbst große Wohnmobile Platz finden. Sollten die hinteren Plätze belegt sein, fänden sich auch im Hof vor der Rezeption noch einige Stellmöglichkeiten. Nur mit dem Wenden wird es schwierig, da muss man gelegentlich ein ganzes Stück zurücksetzen.

Terrassierte Stellplätze mit Blick ins Tal, im hinteren Teil der Anlage.

Terrassierte Stellplätze mit Blick ins Tal, im hinteren Teil der Anlage.

Mülltrennung ist auf dem Platz ebenfalls angesagt, das findet man selten in Marokko. Die Erbauer des Campingplatzes, ein holländisches Paar, haben den Platz übrigens verkauft, der soll jetzt wieder in marokkanischer Hand sein. Dankenswerterweise wurde der Standard gehalten. Der Platz und auch die Küche sind gut aufgestellt und haben die Dinge hier im Griff.

 

Unsere Unterkunft hat einen Aufenthaltsraum und einen Schlafraum, Dusche, WC und separates Waschbecken. Es gibt sogar deutsches Fernsehen, sodass man sich mal kurz auf den neuesten Stand bringen kann. Wir haben allerdings nicht alle Kanäle durchprobiert, denn wir waren ja den ganzen Tag unterwegs.

In dem Bett schläft man wunderbar und im Aufenthaltsraum kann man sich richtig ausbreiten. Die Koffer trägt man 10 m weit und zwei Stufen rauf, alles extrem bequem, da bleiben eigentlich keine Wünsche mehr offen. Ein Minimanko (jammern auf hohem Niveau), das Wasser kommt etwas schwach aus dem Duschkopf.



Fazit: Hier möchte man gerne länger bleiben. Sehr schöner Platz, schöne Unterkunft, gutes Essen, guter Service. Nicht die günstigste Unterkunft, die ist aber ihren Preis wert.

 

Hotel et Restaurant La France, Khenifra

So richtig warm wurden wir mit dieser Unterkunft nicht. Das Gebäude ist in ein wenig ansehnliches Umfeld eingezwängt. Immerhin ist das Zimmer recht groß, ansonsten aber einfach nur zweckmäßig. Die kalten Böden und kahlen Wände haben nichts Einladendes.

Die sanitären Anlagen waren, wie gewohnt sauber, heißes Wasser gab es aber nicht ganztägig. Wer dringend eine Unterkunft für eine Nacht benötigt, mag hier einkehren. Wir würden allerdings versuchen, eine Alternative aufzutun.

 

Hotel le Panorama, Azrou

Das relativ große Haus ähnelt ein wenig einem in die Jahre gekommenen Berghotel. Leider haben wir es versäumt einige Fotos in den Außenanlagen zu machen, die sind wirklich sehr gemütlich angelegt.

 

Im EG grenzt an die Rezeption eine große Lobby mit Kamin an. Unser Zimmer Nr. 31 befand sich im 2. Stock, das hieß wieder einmal Koffer schleppen. Im Gegensatz zum Riad in Essaouira war die Treppe aber breit, was den Transport der Koffer deutlich vereinfachte. Die Flure in den Stockwerken und das Mobiliar sind wieder ziemlich duster. Aufgrund einschlägiger Erfahrungen hatten wir anfangs Bedenken, ob es das warme Wasser wirklich bis in den 2. Stock schafft und fragten die Hausangestellte, ob es warmes Wasser gäbe. Die lachte, dachte wohl: "Was glaubt ihr denn"? Aber die wusste natürlich auch nicht, welche Erfahrungen wir gemacht hatten.

Das Zimmer hatte ein Doppelbett und ein Zusatzbett, zum Schreiben immer wichtig, einen Tisch und Stühle und war ausreichend groß, um sich wohlzufühlen. Das Personal war freundlich. Im Bad ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse, die Dusche war nach mehreren Minuten Anlaufzeit richtig warm. Das Hotel liegt im oberen Teil der Stadt und ist von der Nationalstraße nach Fès aus gut ausgeschildert. Mit 330 MDH ohne Frühstück plus 18 MDH Tax ist es aus unserer Sicht keinesfalls zu teuer und kann empfohlen werden. Das Frühstück war uns mit 90 Dirham schlicht zu teuer.

Zum Zimmer gehört auch ein Balkon mit Blickrichtung West. Das Blickfeld ist zwar etwas begrenzt, aber zwei wunderschöne Sonnenuntergänge konnten wir trotzdem verfolgen.

Die Mängelliste ist relativ lang, tatsächlich waren es aber eher kleine Mängel. Fehlendes W-LAN ist inzwischen eigentlich das größte Problem.

 

Mängel im Detail: Türgriff wackelt, Toilettenspülung Taste wackelt, Fernsehtaste hängt, 300 arabische Programme, aber so gut wie keine europäischen. Internet funktionierte in unserem Zimmer nicht, in der Lobby allerdings gut. Hätten gerne mal Nachrichten geschaut, das konnten wir in der Lobby allerdings schlecht machen. An der Decke blättert die Farbe leicht ab. Am mobilen Heizkörper dreht der Wärmeregler durch. Kurz gesagt, überall wackelt es ein wenig. Ist halt ein älteres Haus mit morbidem Charme. Trotz all dieser kleinen Mängel würden wir hier wieder einkehren. 

 

Hotel IBIS, FES

 

Es gibt bestimmt eine ganze Reihe von 5*-Hotels, die Außenanlagen des IBIS in Fes noch deutlich toppen. Aber das ist nicht die Hotelkategorie, die wir bevorzugen. Von allem, was wir in Marokko bisher gesehen haben, gehören sie zum Besten. Wenn man genügend Zeit hat, kann man sich hier wirklich gut von der mehr als betriebsamen Stadt erholen.

Regulär nimmt das IBIS etwa 70 € für das Doppelzimmer, aber wenn man hier rechtzeitig bucht, bekommt man das Zimmer außerhalb der Hochsaison meist um die 50 €, im tiefsten Winter auch noch etwas günstiger.

Das Restaurant im Erdgeschoss.

Bei Regenwetter bieten auch die großzügig gestalteten Innenräume ausreichend Platz.

Erfreulich, dass wir hier auch eine ganze Reihe von europäischen und auch 3 deutsche Fernsehsender empfangen konnten. So waren wir nachrichtentechnisch immer auf dem aktuellen Stand und konnten uns den einen oder anderen Spielfilm ansehen.

Die Zimmer sind im IBIS zwar etwas schöner gestaltet als in der IBIS Budget Version, aber wirklich groß sind sie deshalb noch lange nicht. Sowohl bei der Kleidung, als auch bei den Koffern und den Ablageflächen im Bad, muss man sich mit den etwas beengten Verhältnissen arrangieren. Selbstverständlich würden wir hier wieder einkehren.

Zimmer und Sanitärbereich waren sauber. Allerdings lief das Duschwasser schlecht ab und die Beschaffenheit der Duschwanne sorgte dafür, dass unnötig viel Duschwasser in den Raum ablief und den Boden wässerte.