Krakau in grün

Das grüne Krakau findet man insbesondere westlich der Altstadt in den Blonia-Wiesen, dem Park Jordana und um den Kościuszko-Hügel (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).  

Die Blonia-Wiesen vom Kościuszko-Hügel aus eingefangen. Die Błonia-Wiesen sind eine Grünanlage westlich der Krakauer Altstadt, im Stadtteil Półwsie Zwierzynieckie. Die Wiesen haben 48 Hektar Fläche und einen Umfang von etwa 3600 m. Sie stellen eine der größten Grünanlagen im Zentrum einer europäischen Großstadt dar (Wikipedia).

 

In der zwischen Park Jordana und Blonia-Wiesen verlaufenden, etwa 1,5 km langen Straße aleja 3 maja stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung, die allerdings am Wochenende fast vollständig belegt sind. Fährt man dann in dieses Nadelöhr hinein, braucht man ewig, um da wieder herauszukommen.   Denn jeder schleicht da durch, mit 10 km, um keine Parklücke zu verpassen und es gibt keine Möglichkeit, die Straße vorzeitig zu verlassen. 

 

Hier ist es gerade am Wochenende viel sinnvoller die Straßenbahn zu nehmen, die bis zum Ende der Grünfläche fährt und dann wendet.

Der Kościuszko-Hügel wurde 1820–1823 zu Ehren des polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko aufgeschüttet. Kościuszko war General und Anführer des nach ihm benannten Aufstandes gegen die Teilungsmächte Russland und Preußen im Jahr 1794. (Wikipedia). (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).  

Wir haben uns schwergetan, die Zufahrt zum Kościuszko-Hügel zu finden. Nach drei Versuchen ist es uns endlich gelungen. Über die breite Weichseluferstraße Ksiecia Jozefa ging es bis zur ulica Jacka Malczewskiego und dann den Berg hoch. Einen Parkplatz zu finden, war dann kein Problem mehr. Wen wundert das, wenn man das Schlupfloch kaum findet? Man kann aber auch mit der Linie 100 und wenn wir das richtig gesehen haben auch mit der 101 dort hinfahren.  

Endstation der Linie 100 mit Wendekreis.

Über die Zitadelle gelangt man auf den grünen Hügel.

Von ganz oben hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt.

Sieht lustig aus, wenn die Karawanen den Hügel hinaufziehen.

Ziel erreicht. Schöner Ausblick auf Krakau und das westliche Umland.

Und so sieht es dann oben aus. Blick Richtung Krakau.

Hinter den Blonia-Wiesen, das Stadion von Krakau, unmittelbar daneben, am rechten Bildrand beginnt der Park Jordana.

Hinter der Stadt die Schlote der Kohlekraftwerke. Müsste Nova Huta sein.

Hier noch einmal mit dem Tele herangeholt.

Löwenzahn vor den Toren des Denkmals.

Wichtiger noch als die etwas entfernt liegenden großen Grünflächen ist das grüne Band, welches die Altstadt umschließt. Sind die Füße müde vom Laufen über das Altstadtpflaster oder ist die Hitze allzugroß, kann man von jedem beliebigen Punkt der Altstadt aus in kürzester Zeit das schützende Blätterdach und eine der vielen sehr gepflegten Parkbänke erreichen. Auch saubere Toiletten sind ausreichend vorhanden. So etwas findet man bei uns vielleicht noch in einer Bäderstadt (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).     

Mächtige Bäume im Grüngürtel um die Altstadt.

Eines von mehreren sehr gepflegten, öffentliche Toilettenhäuschen. 

So etwas findet man auch bei uns.

Kein Müll in den Grünanlagen.

Auch das gibt es im Grüngürtel um die Altstadt. Leckeren Baumkuchen, ganz frisch und noch warm. Der zergeht auf der Zunge. Wenn der nicht soviel Zucker hätte, könnte man da als weiter essen.

Mmmmmmmmmmm, schmeckt noch besser als es aussieht.

Wasserspiele zur Linderung heißer Sommertage.

Das Theater am Rande des Grüngürtels, wenige hundert Meter südöstlich des Barbakan gelegen.

Zu den grünen Oasen einer Stadt zählen immer auch die botanischen Gärten. Von der Marienkirche aus ist der Botanische Garten von Krakau fußläufig zu erreichen. Man verlässt den Hauptmarkt bzw. die Marienkirche in östliche Richtung und folgt der ulica Kopernika (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).  

Auch wenn der Weg zum Botanischen Garten jetzt nicht wirklich viel Abwechslung bietet, so kommt man immerhin an diesem schönen Piroggenrestaurant vorbei. Eine willkommene Abwechslung, die wir uns gerne gönnen. 

Vorne am Eingang wird bestellt, Getränke nimmt man direkt mit, das Essen wird anschließend frisch zubereitet. Ist es fertig, wird man aufgerufen und muss es an der Theke abholen.

Man sitzt in gemütlicher Atmosphäre. Wenn das Lokal gut gefüllt ist, ist es allerdings etwas laut und man muss die Ohren spitzen, um den Einsatz an der Theke nicht zu verpassen.

Und so sieht das dann nach ein wenig Warten aus. Zugegeben, garniertechnisch ist da noch Luft nach oben, wirkt irgendwie ein wenig nackisch, aber schmecken tun die richtig gut. Vielleicht sind da Puristen am Werk und man muss die einfach so essen. Äppler mit Limo ist ja auch eine Todsünde, obwohl der auf dem Vormarsch sein soll.    

Der Botanische Garten der Jagiellonen-Universität wurde 1783 in Krakau im Osten der Altstadt eingerichtet und liegt im heutigen Distrikt II Grzegorzki, ul. Copernicus 27. Die Einrichtung umfasst 9,6 Hektar Land (Wikipedia). Zehn Fußballfelder klingt erst einmal viel, trotzdem kann man den Außenlärm nie ganz abschütteln, dazu ist die Fläche dann doch noch zu klein. 

Ein wirklich schöner, lichtdurchfluteter Farbtupfer inmitten des botanischen Allerleis.

Auch ein hübsches Exemplar.

Viele beeindruckende Bäume gibt es im Garten. Der hier hat uns besonders gefallen. Für einen Laien strotzt der vor Kraft. Hoffen wir, dass es auch so ist.

Eine Abteilung mit Pflanzen, die basische Böden bevorzugen.

Tropengewächse.

Der Botanische Garten ist wirklich schön. Aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, als Hesse ist man vom Frankfurter Palmengarten natürlich arg verwöhnt, da kann Krakau diesmal nicht mithalten.